Maridav

Interview mit Olli

Morgens Joggen: Hallo Olli. Schön, dass Du Zeit für ein Interview hast. Vielleicht kannst Du Dich als erstes kurz vorstellen und erzählen, wie Dein typischer Tag aussieht.
Olli: Ich heiße Olli, bin 32 Jahre alt und komme aus Hamburg. Mein Tag sieht so aus: Morgens um 6:30 Uhr aufstehen, dann 10 km joggen (Montag bis Freitag – von zu Hause aus zur Hamburger Außenalster, dann einmal rum und anschließend wieder zurück), ab ca. 9:00 Uhr bis ca. 21:00 Uhr bin ich als Rechtsanwalt, also im Büro, tätig.

Würdest Du Dich als sportlich bezeichnen?
Inzwischen ja, aber das war nicht immer so.

Wann und warum hast Du mit dem Joggen angefangen?
Die Frage, wie ich dazu gekommen bin, lässt sich gar nicht so genau beantworten. Ich hatte meine Doktorarbeit abgeschlossen und mich während dieser Zeit kaum sportlich betätigt. Das wollte ich ändern.

Erinnerst Du Dich noch an die ersten Male?
Die ersten Male waren besonders schlimm. Angefangen habe ich mit dem Joggen im Park. Da bin ich anfangs 3 Runden á 500 m gejoggt, dann war erst mal eine Runde walken angesagt. Anschließend noch mal 2 Runden joggen, um dann wieder eine Runde zu walken. Das Ganze ca. 30 Minuten. Am Folgetag dann ca. 18 km Fahrrad, auch um die Gelenke zu schonen und mich langsam an die Belastungen zu gewöhnen.

Das erste Mal Joggen um die Hamburger Außenalster (7,5 km) ging dann auch nicht ganz problemlos. Zwischendurch musste ich noch Walken. Ab dem zweiten Mal bin ich ganz rum gekommen und habe dann ca. 48 Minuten benötigt. Heute bin ich zum Glück deutlich schneller.

Warum joggst Du gerade morgens?
Weil es einen guten Start in den Tag darstellt: man wird wach, der Kreislauf kommt in Schwung, man kann dabei Musik hören und im Übrigen kommen mir morgens beim Laufen die besten Ideen, weil der Kopf noch frei ist. Abends würde dieses Gefühl nicht so auftreten.

Du hast ja eben schon ungefähr erzählt, wie Dein typischer Tag aussieht. Erzähl doch bitte jetzt noch einmal genauer, wie Deine morgendliche Laufeinheit abläuft. 
Ich stehe um 6:30 Uhr auf, dann nur kurz fertig machen, Laufen ab ca. 6:45 / 6:50 Uhr. Frühstück gibt es immer erst nach dem Laufen und Duschen. Vorher trinke ich meistens nur einen Schluck Wasser. Unmittelbar nach dem Laufen trinke ich ein Glas Milch. Das ist gut für den Stoffwechsel.

Läufst Du immer die gleiche Strecke?
Ja, immer die gleiche Strecke – zur Hamburger Außenalster hin, einmal rum, wieder nach Hause zurück. 10 km in ca. 45 Minuten.

Am Wochenende, wenn ich unterwegs bin, nehme ich meine Laufsachen eigentlich regelmäßig mit. Dann jogge ich mal im Tiergarten in Berlin, Englischen Garten in München oder irgendwo am Rhein.

Wie schaffst Du es morgens aus dem Bett zu kommen und Deine Runde zu drehen?
Das ist meines Erachtens alles eine Frage der Disziplin. Inzwischen ist das Ganze fest in den Tagesablauf integriert, d.h. es braucht keine zusätzliche Motivation mehr.

Manchmal hilft es aber, sich zum gemeinsamen Laufen zu verabreden. Dann ist man automatisch gezwungen, aufzustehen.

Gibt es denn etwas, was Dich zusätzlich motiviert?
Der Anblick der Alster bei Sonnenaufgang ist schon unbezahlbar.

Was machst Du, wenn Du mal keine Lust hast oder längere Zeit ausgesetzt hast?
Keine Lust gibt es eigentlich nicht, man muss sich manchmal nur erst mal aufraffen. Dann denke ich an die Zeiten zurück, in denen ich nicht so fit war und das soll es nicht mehr geben.

Ansonsten liegt eine „längere Pause“ für mich bei ca. 1 Woche. Es ist dann eigentlich eher so, dass mir das Laufen fehlt und ich „traurig“ bin, wenn ich nicht laufen kann. Wenn ich z.B. im Winter wegen zu eisiger Temperaturen (ab -5 Grad) oder einer Erkältung nicht laufen kann, dann freue ich mich immer auf den Tag, an dem ich wieder starten kann.

Im Laufe der Zeit entwickelt man schon so eine Art „Sucht“. Natürlich fange ich nach einer längeren Pause erst wieder langsam an.

Wie fühlst Du Dich nach der Joggingeinheit? Welche anderen Vorteile hat das morgendliche Joggen Deiner Meinung nach abgesehen von der körperlichen Fitness?
Anfangs war ich relativ kaputt, inzwischen fühle ich mich wach und deutlich fitter. Dieses Gefühl zieht sich dann auch durch den ganzen Tag.

Abgesehen von der Fitness macht mich das Joggen wach und hilft, den Tag zu strukturieren.

Deine letzten Worte: Was würdest Du jemand sagen, der dieses Interview heute liest und überlegt, ob er in Zukunft morgens regelmäßig joggen sollte?
Wenn man sich einmal aufgerafft und dran gewöhnt hat, ist es gar nicht mehr so schlimm. 😉

Vielen Dank für Deine Zeit und die interessanten Einblicke!

Mein Kommentar

Auch Olli zeigt mal wieder, was alles möglich ist. In kurzer Zeit hat er es geschafft, fast jeden Morgen 10 Kilometer joggen zu gehen. Und es macht ihm Spaß, ist wie eine „Sucht“ geworden. Und das obwohl er in einem Job arbeitet, bei dem er 12 Stunden täglich arbeitet.

Das Joggen ist sein perfekter Ausgleich für die anstrengende Arbeit und hilft ihm dabei, seinen Tag besser zu strukturieren. Du siehst an Olli, wie gut die morgendliche Laufeinheit tut. Worauf wartest Du noch?

Hast auch Du eine Erfolgsgeschichte, die Du erzählen möchtest? Schreib doch eine schnelle Nachricht über das Kontaktformular!

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