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Interview mit Sanni

Morgens Joggen: Hi, Sanni! Schön, dass Du Dir die Zeit für ein kurzes Interview genommen hast. Damit die Leser einen besseren Eindruck von Dir haben, stell Dich doch erst einmal kurz vor.

Sanni: Hallo! Ich komme aus Bayern, bin 39 Jahre alt, habe zwei Kinder (12 und 14 Jahre alt) und gehe vormittags und nachmittags jeweils zwei Stunden zur Arbeit (hauptsächlich Verkauf).

Wann findest Du momentan die Zeit zum Joggen und wie sieht Deine Laufstrecke aus?

Dienstags, donnerstags und samstags bin ich um 7:30 Uhr zum Joggen verabredet. Ich laufe bei jedem Wetter – wenn´s nicht grad Grotten (Kröten) hagelt – neun Kilometer.

Die Strecken sind abhängig von Wind, Wetter und Laune. Zur Zeit laufe ich windgeschützt durch Bäume an einem Fluss entlang.

Wie lange joggst Du schon und wie hat alles angefangen?

Ich war früher sportlich, hatte aber dann ohne Sport keine Kondition mehr und immer ziemlich schnell einen roten Kopf. Ich wollte abnehmen und sportlich besser werden. Vor elf Jahren habe ich dann mit dem Joggen angefangen. Ich fing mit kurzen Strecken an und nahm mir fest vor, nicht stehenzubleiben. Als ich dann 500 Meter am Stück schaffte, nahm ich die Zeit und verbesserte mich. Nach ca. zwei Wochen war es ein Kilometer und nach und nach schaffte ich mehr, wurde schneller, fitter und schlanker. Als ich das erste Mal 5000 Meter lief, fühlte ich mich zwar körperlich fertig, doch psychisch voller Euphorie.

Du hast also mit sehr kurzen Strecken angefangen und Dich langsam bis auf 5 Kilometer gesteigert. Wie ging es dann weiter?

Ich machte nach einem halben Jahr bei Wettkämpfen und Waldläufen mit. Das machte ich dann ungefähr drei Jahre lang, doch dann wurde es mir zu stressig. Ich joggte dann zwei Jahre alleine drei Mal die Woche, mal nach Zeit mal einfach so.

Seit ca. fünf Jahren jogge ich mit einer älteren Dame, die ich beim Lauftreff kennengelernt habe. Wir laufen in einem Tempo, bei dem wir uns unterhalten können (9 km in 50 min). Anfangs plauderten wir über Kochrezepte und Allgemeines. Nach und nach vertieften sich unsere Gespräche und wir geben einander Kraft und Rat. Und das alles in einer Stunde während des Joggens.

Das hört sich ja nach einem richtig gut eingespielten Team an! Warum joggst Du gerade morgens?

Da ich vormittags arbeite, tagsüber für die Kinder da sein möchte, nachmittags wieder arbeite und abends zu faul dazu bin, ist morgens die einzige Möglichkeit. Wenn ich mir abends Sport vornehme, finde ich den ganzen Tag Ausreden und Gründe, es nicht zu tun.

In der Früh stehe ich auf, frühstücke, denke noch nicht viel, fahre mit Rad zum gemeinsamen Treffpunkt, jogge eine Stunde, fahre wieder heim, mache ab und zu Gymnastik, dusche, und bin dann fertig mit Sport.

So einfach geht das also! 🙂 Was für positive Effekte hat das Joggen für Dich abgesehen von der sportlichen Fitness noch?

Rückenschmerzen, die ich in jungen Jahren oft hatte, kenne ich nicht mehr. Ich habe einwandfreie Blutwerte, ein super EKG. Durch meine Kondition fällt mir der Alltag nicht schwer und ich bin auch psychisch stabil. Selbst wenn mal eine Extremsituation auftaucht, meistere ich diese. All das führe ich auf das regelmäßige, gesunde Laufen zurück.

Vielen Dank für Deine interessanten Antworten!

Mein Kommentar

Was können wir von Sanni lernen? Es ist kein Wunder, dass Sanni es schafft, regelmäßig morgens joggen zu gehen. Sie hat die Laufeinheit perfekt in den Tag integriert und kann sich zusammen mit ihrer Bekannten gegenseitig motivieren und unterstützen.

Als sie mit dem Laufen angefangen hat, hat sie sich langsam gesteigert. Viele Anfänger machen den Fehler, gleich mehrere Kilometer laufen zu wollen. Mach es so wie Sanni und versuch erst einmal, 500 Meter ohne Pause zu laufen! Mir gefällt auch die Idee, danach nicht gleich die Strecke zu verlängern, sondern erst einmal die 500 Meter in einer besseren Zeit zu laufen. So gewöhnen sich die Muskeln langsam an das Joggen, werden durch die höhere Geschwindigkeit aber auch immer stärker gefordert.

Zum Schluss möchte ich noch einmal betonen, dass Sanni drei feste Tage hat, an denen sie “ohne wenn und aber” laufen geht. Das ist viel besser, als in der ersten Woche jeden Tag zu joggen, in der zweiten Woche noch zwei Mal und danach wieder gar nicht mehr.

Hast auch Du eine Erfolgsgeschichte, die Du erzählen möchtest? Schreib doch eine schnelle Nachricht über das Kontaktformular!

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