Tipps für den Laufschuhkauf

Im Gegensatz zu anderen Sportarten benötigst Du fürs Joggen fast keine Ausrüstung. Das wenige Equipment sollte dafür aber richtig gut sein! Am wichtigsten sind vernünftige Laufschuhe. Es gibt heute so viele unterschiedliche Modelle mit verschiedenen „Technologien“, dass die Auswahl gerade für Anfänger sehr schwer fällt.

Aus diesem Grund solltest Du immer in ein Fachgeschäft gehen, das auch eine Videoanalyse Deines Laufstils macht. Dort gibt es nicht nur eine große Auswahl an Laufschuhen sondern auch gut ausgebildetes Personal, das Dir die richtigen Fragen stellt: Wie häufig läufst Du? Auf welchem Untergrund joggst Du überwiegend? Hast Du Beschwerden? Trotzdem gibt es einige Dinge, die Du selbst beherzigen solltest, bevor Du ins Geschäft gehst.

  1. Alte Schuhe mitnehmen:
    Wenn Du im Besitz alter Laufschuhe bist, solltest Du die unbedingt zur Geruchsprobe mitnehmen. Kleiner Spaß! Das Abriebmuster auf der Sohle gibt Aufschluss über Deine Lauftechnik und mögliche Fehlstellungen. Der Experte sieht dann sofort, was für Schuhe für Dich geeignet sind. Selbst wenn die Schuhe schon ein paar Jahre alt sind, vielleicht sogar schon Löcher haben, schäme Dich nicht und nimm die alten Treter mit!
  2. Laufsocken und Einlagen mitbringen:
    Vollkommen klar, dass es Dir nichts bringt, wenn Du im Geschäft die Schuhe anprobierst, aber Deine eigenen Socken nicht dabei hast. Es gibt dickere und dünnere Laufsocken, die natürlich Einfluss auf die passende Schuhgröße haben. Gleiches gilt für Einlagen. Wie soll der Verkäufer den passenden Schuh finden, wenn Du den Schuh nicht auf Deine persönlichen Einlagen abgestimmt hast und damit auf dem Laufband ein paar Probemeter gelaufen bist.
  3. Eher nachmittags zum Kaufen gehen:
    Dein Fuß kann abends leicht eine halbe Nummer größer sein als morgens. Und auch wenn Du auf dieser Seite gelandet bist, weil Du gerne morgens joggen willst, sollte die Schuhe – für den absoluten Notfall 😉 – auch abends noch passen. Wäre zumindest nicht so verkehrt, oder?
  4. Nimm Dir genügend Zeit:
    Du solltest unbedingt verschiedene Modelle ausprobieren und Dich in aller Ruhe beraten lassen. Ein guter Verkäufer sollte sich ausreichend Zeit für Dich nehmen. Teste die Schuhe auf dem Laufband, trage ruhig auch verschiedene Modelle am linken und rechten Fuß, um den Unterschied zu spüren. Nimm auch nicht gleich den ersten Schuh, der gut sitzt.
  5. Es muss nicht das teuerste Modell sein:
    Teure Schuhe sind nicht immer besser als die reduzierte Ware. Sie halten vor allem nicht länger als günstigere Laufschuhe. Es ist besser, die Schuhe häufiger zu wechseln. Mach aber auch nicht den Fehler, nur nach dem Preis zu schauen. Auch wenn Du nicht so häufig läufst, muss der Schuh ideal zu Dir passen.
  6. Für die Profis – mehr als ein Paar:
    Ich persönlich halte mich nicht daran, aber Experten raten dazu, dass Du nicht nur ein Paar Laufschuhe in Deinem Schrank hast, sondern mindestens zwei. Grund dafür ist, dass selbst Schuhe des gleichen Modells nie exakt gleich konstruiert sind und Du so Deinen Körper leicht anders belastest. Trägst Du die Schuhe im Wechsel, gleichst Du die Belastungen besser aus.

Mit diesen Tipps bist Du optimal für den Kauf gerüstet. Noch einmal: Ohne Beratung irgendeinen billigen Laufschuh zu nehmen, ist Sparen an falscher Stelle. Denn ein schlechter Laufschuh wirkt sich negativ auf Deinen ganzen Körper aus. Und Du willst Dir mit der morgendlichen Laufeinheit ja etwas Gutes tun!